Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust: Checkliste für Betriebe
Von Zarko, ZAN Group · Webdesign aus Feldkirch
Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen. Trotzdem passiert es oft, dass Betriebe nach einem Relaunch plötzlich weniger bei Google gefunden werden. Der Grund ist fast nie das Design, sondern vergessene Technik: alte Adressen, die ins Leere führen, oder Inhalte, die beim Umzug verloren gehen.
Diese Checkliste fasst zusammen, worauf Sie achten sollten – egal ob Sie den Relaunch selbst machen oder beauftragen.
1. Vor dem Relaunch: Bestand erfassen
Notieren Sie alle Adressen Ihrer aktuellen Website, vor allem die, über die Besucher von Google kommen. Wenn Sie die Google Search Console nutzen, finden Sie diese unter „Leistung“ → „Seiten“.
Halten Sie fest, für welche Suchbegriffe Sie heute gefunden werden. Nur so können Sie nach dem Relaunch vergleichen, ob sich etwas verbessert hat.
2. Inhalte nicht wegwerfen
Eine Seite, die heute bei Google gut steht, hat das meist ihrem Inhalt zu verdanken. Wird sie beim Relaunch gekürzt oder gelöscht, fällt das Ranking oft mit. Überarbeiten Sie bestehende Texte lieber, statt sie zu ersetzen.
3. Jede alte Adresse weiterleiten
Ändert sich die Adresse einer Seite (zum Beispiel von /leistungen.html auf /leistungen), braucht es eine dauerhafte Weiterleitung (301). Sonst landen Besucher und Google auf einer Fehlerseite, und die gesammelte Stärke der alten Seite geht verloren.
Eine einfache Tabelle mit „alte Adresse → neue Adresse“ reicht als Grundlage. Wichtig: auf die inhaltlich passende Seite weiterleiten, nicht pauschal auf die Startseite.
4. Technik prüfen, bevor die Seite online geht
Jede Seite braucht einen eigenen Titel und eine eigene Beschreibung. Die neue Website muss für Google lesbar sein (kein „noindex“ aus der Testphase vergessen!) und eine aktuelle Sitemap haben.
Testen Sie die Ladezeit mit PageSpeed Insights und prüfen Sie die Website auf einem echten Handy: Lassen sich alle Texte ohne Zoomen lesen, und funktioniert das Kontaktformular?
5. Nach dem Relaunch: Google informieren und beobachten
Reichen Sie die neue Sitemap in der Google Search Console ein und beantragen Sie für die wichtigsten Seiten die Indexierung. Prüfen Sie in den ersten Wochen regelmäßig, ob Fehlerseiten (404) gemeldet werden, und leiten Sie diese nachträglich weiter.
Leichte Schwankungen in den ersten zwei bis vier Wochen sind normal. Bleibt die Sichtbarkeit danach deutlich unter dem alten Stand, stimmt meist etwas mit Weiterleitungen oder Inhalten nicht.
Kurz-Checkliste
Alte Adressen und Suchbegriffe notiert · gute Inhalte übernommen · 301-Weiterleitungen eingerichtet · Titel und Beschreibungen für jede Seite · kein „noindex“ · Sitemap eingereicht · Ladezeit und Handy getestet · Fehlerseiten in den ersten Wochen überwacht.